Sonntag, 2. September 2018

Der Morgen und ich

Erfolgreiche Menschen stehen um 5 Uhr morgens auf, um dann Zeit für die Verwirklichung ihrer Träume zu haben. Sie gewinnen dadurch 2 Stunden mehr Zeit am Tag für die wirklich wichtigen Dingen in ihrem Leben. Dafür gehen sie dann auch Abends um 21 Uhr ins Bett.

So die Hypothesen von einem der vielen aktuellen fancy Trends im sozialen Kult der Selbstoptimierung. Ganz ehrlich, als ich das hörte musste ich an die grauen Herren von Momo denken, die mir versuchen ein vermeidlich gutes Zeitspar Angebot zu machen.  Was sollen denn da bloss all die kreativen Seelen machen, die erst am spät Abend bis in die Nacht in ihren Schaffens Flow kommen? Persönlich stehe ich, so wie heute, gerne früh auf. Aber nicht um umbedingt an meinen Träumen in Hochleistung zu arbeiten. Nein, der Grund ist banaler: Ich mag es in den Tag langsam rein zu kommen, während die Welt da draußen allmählich  wach wird. Ich mag es nur wenig Licht in meiner Wohnung anzumachen, um zu spüren wie dann die Morgendämmerung meine Fenster hinaufklettert, wie die Vögel zwitschern, erste Leute in meiner kleinen Straße sich auf dem Weg zur Arbeit machen...Nach dem ich aus dem Bad bin, sitze ich bei einer großen Tasse Tee oder Matcha Latte, eingehüllt in den beginnenden Tag und nehme das ganze Schauspiel einfach nur wahr.
Und dann schauen der Morgen und ich gemeinsam was wir mit diesem Heute anfangen wollen. 



Samstag, 30. Juni 2018

Wir sind wie der Himmel...

Samstag 30.06.2018
Hallo liebe Welt,

es  ist Abend und in ungefähr einer halben Stunden beginnt Sonntag.
Heute bin ich zum ersten Mal auf einem Afrika Festival gewesen in einem Kultur Haus meiner Stadt.
Auf den Stufen vor dem Gebäude saß ich eine ganze Zeit im Halbschatten und beobachtete das bunte Treiben, während die Luft von Musik gefüllt war. Frauen in bunten Kleidern schritten elegant an mir vorbei, Väter saßen zusammen und passten auf ihre lachend spielenden Kinder auf. Besucher kauften köstliche Speisen und schauten sich die Auslagen verschiedener Stände an. Ich saß dort alleine und schaute einfach zu wie sich all diese kleinen Szenen abspielten und lächelte vor mich hin. Manchmal bin ich gerne nur ein stiller Beobachter von Lebensfreude und freue mich innerlich mit für andere. Es ist nicht wichtig, ob sie je davon erfahren oder nicht. In der Kulisse dieses sommerlichen Tages badete ich mit Blumen im Haar und Zimt Flip Flops an den Füßen.

Die regelmäßige Bewegung durch das Training in der Woche tut mir gut. Viele Spannungen, die sich an mir oder in mir angeheftet haben verschwinden danach. Die verschiedenen Gefühle und Gedanken ziehen wie Wolken einfach weiter und es ist danach so als würde ich danach einfach wieder ein freie Himmel sein. Ich bin nie wirklich weg, nur manchmal kurz zeitig überdeckt von den Eindrücken des Tages. So geht es bestimmt auch meinen Mitmenschen, könnte ich mir vorstellen. Manchmal brauchen wir alle einen Moment, damit unsere Wolken weiter ziehen können.


Dienstag, 19. Juni 2018

Something as simple as this

Ich habe angefangen leichten Ausdauer Sport zu machen und musste mich nach langer Zeit wieder mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen. Die Trainerin, die mich im Fitness Studio eingehend beraten hatte, machte mir einen Plan sodass ich Ausdauer und Muskulatur trainiere damit ich nicht zu viel abnehme, sondern einen gesunden und stärkeren Körper trainiere.

Nein ich möchte nicht abnehmen.
Ja ich möchte was für meine Konstitution machen.

Ich beantworte alle Fragen vernünftig und bewusst. Auch wenn ich mir über die kleine Stimme im Hinterkopf gewahr werde, die verzückt pfeift bei den Worten "Gewicht verlieren". Ich lächele milde innerlich wie äußerlich und nehme es einfach nur wahr. Ich atme ein und zähle innerlich dabei bis drei. Halte kurz den Atem. Lasse ihn dann los und zähle beim Ausatmen weiter 4...5...6....7.
Diese Technik habe ich mir angewöhnt sowohl für ruhige Momente bei einer Tasse Tee wie auch in stressigen Momenten. Sie entspannt den Körper und den Geist sehr schnell.

Ich mag meinen gesunden Körper. Ich bin okay.

Damit ich in kein kcal Defizit komme, krame ich Vegan for fit raus und recherchiere nach veganer Ernährung vor dem Cardio Training. Neben ausreichend Flüssigkeitszufuhr finde ich heraus das Bananen und Datteln 3 Stunden vor dem Training meine Freunde sind und Apfelschorle wichtig nach dem Training.  Während dieser letzten Tage fiel mir auf wie wenig ich mir meines Körpers eigentlich bewusst bin. Ich bewege mich durch meinen Tag, aber eher in einem Modus in dem ich meinen Körper eigentlich fast
nur wahrnehme, wenn ich mir den kleinen Zeh stoße oder mir etwas weh tut. Irgendwie schrecklich. Immerhin macht meine Physiologie täglich einen ziemlich guten Job.
Anders nach dem Training, da fühle ich mich entspannt, leicht und gut. Zumindest in der aktuellen Phase. Ich fühle mich so wohl in mir, dass ich das Gefühl habe von nichts getrennt zu sein. Ich spüre das Leben in mir und um mich. Eine völlig neue Erfahrung für mich für die ich sehr dankbar bin.

Freitag, 1. Juni 2018

Mit weniger weiter machen.

Der Regen prasselt fein vor meinem Fenster, während im Wasserglas ein paar Minzblätter baden. Heute fühle ich mich irgendwie voll da. Die Welt fühlt sich weich an, fließend ohne harte Kontraste oder stückige Fragen, kantige Zerwürfnisse oder gedankliche Verworrenheit. Heute kann ich sein, das merke ich und das ist ein wirklich gutes Gefühl. Nach dem ich beschlossen habe mich auf die Suche nach meinen Hobbies zu machen, habe ich gestern mit leichtem Schmerz festgestellt, dass ich dafür etwas vorher noch tun muss. Ich muss etwas anderes los lassen und das ist meine Freiwilligenarbeit in der Suizidprävention. Seit ein paar Jahren habe ich mich dafür engagiert und dabei sehr viele Erfahrungen gesammelt und nahe gehende Begegnungen gehabt. Ich will mein Engagement dafür nicht völlig aufgeben, aber kürzer treten.

Wenn ich eine gute Balance schaffen möchte zwischen meinem Engagement im Außen und im Innern muss ich dafür auch Raum haben. Das fühlt sich nicht so leicht an wie es sich hier vielleicht liest, da es mir eine Herzensangelegenheit ist.Vielleicht ist das los lassen der eigenen Ansprüche an sich auch eigentlich nicht der schwierige Part, sondern der Teil in dem es heißt weiter zu machen mit weniger.

Donnerstag, 31. Mai 2018

Hello it's me..I am back again

Hallo liebe Welt,

ich bin zurück gekehrt in mein inzwischen hier eingestaubtes virtuelles Schreibzimmer. Im letzten Jahr habe ich den Dschungel von Instagram erkundigt und mich zu gegebener Maßen mehrfach darin verlaufen. Zugleich habe ich im letzten Jahr viel erlebt. Ich bin in buddhistischen Häusern gewesen, habe interessante Gespräche mit Mönchen geführt und einen kleinen Eat Pray Love Trip für mich selbst gehabt. Ohne dabei bis nach Bali zu müssen. Bis Berlin hat völlig gereicht. Denn Berlin ist tatsächlich eine kleine Hochburg buddhistischer Häuser und Tempel, die einen sehr freundlich willkommen heißen. Danach bin ich wieder zurück in meine Kohlestadt des Ruhrgebiets zurück gekehrt. Ich habe Stunden damit verbracht einfach nur über dieses oder jenes nach zu sinnen, verschiedenes in einer Anwandlung von Achtsamkeitspraxis ausprobiert und mich gefragt was die Essenz der Existenz allen Lebens ist. Nebenher habe ich weiterhin an einer Schule für geistige Entwicklung  gearbeitet und mich intensiv mit dem Thema Schwerbehinderung und gesellschaftlicher Teilhabe beschäftigt. Letzten Sonntag als ich auf dem Sofa lag, fiel mir auf wie intensiv ich mich so vielen Dingen gewidmet hatte und dabei alle Hobbies irgendwie aufgegeben hatte. Im Laufe der Jahre ist das irgendwie passiert. Und hey ganz ehrlich Fernsehen oder Medienkonsum zählt jetzt für mich nicht als Hobby. ;)

Ich kam auf dem Boden der Frage an: "Was mache ich eigentlich gerne außer Arbeit/Fortbildung/Internet/Fernsehen/Freunde treffen..?"
Mein Liebster brachte mich auf die Idee wieder zu schreiben, insbesondere da mich gerade auch noch das Thema der Rollenentwicklung von Frauen und Männern umtreibt. Frauen sind im Prozess ihrer Emanzipation immer emotional reflektierter geworden, aber was ist mit den Männern? Wer ist der Mann von heute?  Wie ist er? Wo kann er seinen Platz finden?

Im Moment ist die ganze Welt für mich gefühlt in einem großen Umbruch. Vielleicht versteht ihr was ich meine? Warum nicht einfach als eine von vielen Zeitzeugen darüber schreiben. Kein fancy Influencer Thema. Einfach nur das Leben und eine persönliche Perspektive.

Wellcome. I am back again <3